Naturkosmetik: nur echt, wenn zertifiziert
5.6.2025
Wenn du Naturkosmetik liebst, möchtest du dir sicher sein, dass auch wirklich Natur drin ist, wo Natur draufsteht. Doch wusstest du, dass der Begriff „Naturkosmetik“ nicht gesetzlich geschützt ist? Genau deshalb ist es so wichtig, genau hinzuschauen – und auf echte, zertifizierte Qualität zu setzen.
Was ist echte Naturkosmetik?
Echte, kontrollierte und zertifizierte Naturkosmetik verzichtet auf eine ganze Reihe an Inhaltsstoffen, die in herkömmlicher Kosmetik häufig verwendet werden. Dazu gehören:
- synthetische Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe
- Silikone, Paraffine und andere Erdölprodukte wie Mikroplastik
- hormonell wirksame Stoffe, sogenannte endokrine Disruptoren
Auch gentechnisch veränderte Pflanzen oder chemisch aggressive Herstellungsverfahren sind ausgeschlossen. Nur pflanzliche und mineralische Rohstoffe, die schonend verarbeitet werden, sind erlaubt.
Wie erkennst du echte Naturkosmetik?
Die Inhaltsstoffliste (INCI) auf der Verpackung ist oft schwer verständlich – und auch nicht besonders alltagstauglich. Deshalb gibt es Siegel, die dir helfen, echte Naturkosmetik zu erkennen. Sie garantieren, dass Produkte unabhängig kontrolliert wurden und strenge Kriterien erfüllen.
Bei farfalla tragen alle Kosmetikprodukte das NATRUE-Siegel – aktuell einer der strengsten Naturkosmetik-Standards in Europa. Weitere bekannte Siegel sind COSMOS oder Cosmebio.
NATRUE – das Siegel für echte Natur- und Biokosmetik
NATRUE ist eine unabhängige, internationale Organisation mit Sitz in Brüssel. Sie zertifiziert sowohl Rohstoffe als auch fertige Kosmetikprodukte – nach besonders strengen Richtlinien. farfalla hat sich bewusst für NATRUE entschieden, weil die Anforderungen zu den höchsten auf dem Markt zählen und die Philosophie des Unternehmens widerspiegeln: Natürlichkeit, Transparenz und Verantwortung.
Das NATRUE-Siegel unterscheidet zwei Zertifizierungsstufen:
-
Naturkosmetik
Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen aus pflanzlichem, tierischem (z.B. Honig oder Bienenwachs) oder mineralischem Ursprung – streng kontrolliert und ohne synthetische Zusätze. -
Biokosmetik
Die höchste Stufe: Mindestens 95 % der pflanzlichen Rohstoffe müssen aus Bio-Anbau stammen. Nur wenige Zusatzstoffe sind zugelassen.
Ist Naturkosmetik gleich vegane Kosmetik?
Ein Produkt kann vegan sein – und trotzdem synthetische oder sogar problematische Inhaltsstoffe enthalten.
- Nur weil Kosmetik „vegan“ ist, bedeutet das noch lange nicht, dass sie auch natürlich ist.
- Echte Naturkosmetik darf Inhaltsstoffe tierischen Ursprungs wie Honig oder Bienenwachs enthalten – solange sie nicht von toten Wirbeltieren stammen.
- Umgekehrt sind viele vegane Produkte nicht automatisch frei von Mikroplastik, Silikonen, PEG oder synthetischen Duftstoffen.
Erst die Kombination aus einem vertrauenswürdigen Naturkosmetik-Siegel wie NATRUE und dem Hinweis „vegan“ gibt dir Sicherheit. Bei farfalla sind alle Produkte vegan – bis auf wenige Ausnahme: das ätherische Öl „Bienenwaben mit Honig“ und der Immunoforte Sirup. Beide keine Kosmetikprodukte.
Warum keine Mineralöle?
Mineralöle stammen aus Erdöl und bilden auf der Haut eine versiegelnde Schicht. Das kann sich im ersten Moment angenehm anfühlen – unterstützt aber nicht die natürlichen Funktionen deiner Haut. Im Gegenteil: Mineralöle behindern die Hautatmung und können die Hautflora stören.
Pflanzenöle dagegen ähneln den körpereigenen Lipiden. Sie dringen in die obersten Hautschichten ein und unterstützen den Hautstoffwechsel, fördern die Regeneration und stärken die Hautbarriere von innen heraus.
Augen auf beim Kosmetikkauf
Denn wahre Naturkosmetik erkennt man nicht an grünen Blättern auf der Verpackung, sondern an transparenten Standards und vertrauenswürdigen Siegeln.
Darum: Augen auf beim Kosmetikkauf – und setz auf echte, zertifizierte Naturkosmetik, der du vertrauen kannst.