Die farfalla-Hebammenhilfe in Äthiopien
29.10.2025
Bildung, die Leben rettet – unsere Hebammen Tigist und Aden
«Gesunde Geburten sollten für alle zugänglich und nicht das Privileg einer Wohlstandsgesellschaft sein» – eine Herzensangelegenheit unseres Geschäftsführers Malvin Richard. Um auch Kindern in benachteiligten Ländern einen besseren Start ins Leben zu ermöglichen, hat farfalla 2018 die Hebammen-Hilfe ins Leben gerufen.
Das Ziel ist konkret und unmittelbar: die Müttersterblichkeit in den ärmsten Ländern der Welt zu senken. Neben der Unterstützung kleinerer Hebammenprojekten in Europa – wie den Schweizer Hebammen von MAMbrella, die in europäischen Flüchtlingslagern tätig sind – liegt der Fokus auf der fundierten Ausbildung junger Frauen in Afrika.
Aden – unsere erste Hebammenstipendiatin
2018 begann die Zusammenarbeit mit dem Hamlin College of Midwives in Addis Abeba, Äthiopien – einer renommierten Ausbildungsstätte, die junge Frauen aus ländlichen Regionen zu professionellen Hebammen ausbildet.
Die erste farfalla-Stipendiatin Aden, eine engagierte junge Frau mit grossem Verantwortungsgefühl für die Frauen und Kinder in ihrer Region. farfalla begleitete sie während ihrer gesamten vierjährigen Ausbildung – nicht nur finanziell, sondern auch persönlich, im Austausch über ihr Leben und ihr Studium.

2021 konnte Aden ihr Studium erfolgreich abschliessen. Aufgrund des Bürgerkriegs in ihrer Heimat ist sie vorerst in der Hauptstadt geblieben. Sie arbeitet heute im Hamlin Hospital und setzt sich mit viel Fachwissen und grossem Herz für sichere Geburten ein. In regelmässigem Austausch berichtet sie, wie sie sich auch in herausfordernden Zeiten weiterbildet und ihre Fähigkeiten stetig vertieft.
Tigist – unsere zweite Stipendiatin am Hamlin College
Von 2022-2025 finanziert farfalla der jungen Tigist aus der südäthiopischen Region SNNP die vierjährige Ausbildung zur Hebamme am Hamlin College of Midwives. Tigist schloss im Herbst 2025 ihr Studium ab und steht nun am Anfang ihres Berufswegs. Tigist war während des gesamten Studiums sehr engagiert, und sie freut sich nun sehr darauf, ihre Arbeit als Hebamme in den ländlichen Gebieten ihrer Heimatregion Sidama aufzunehmen.

In Äthiopien, einem der grössten, aber zugleich ärmsten Länder Afrikas, ist die Müttersterblichkeit auf dem Land nach wie vor sehr hoch. Umso wichtiger sind ausgebildete Fachfrauen wie Tigist, die künftig mit Wissen, Empathie und Verantwortungsbewusstsein Leben retten werden.

Bildung stärkt Mädchen und Frauen
Bildung eröffnet jungen Frauen neue Perspektiven – und wirkt weit über das eigene Leben hinaus. Eine ausgebildete Hebamme ist nicht nur Gesundheitsfachfrau, sondern auch Vertrauensperson, Führungspersönlichkeit und Vorbild in ihrer Gemeinde. Ihr Wissen stärkt ganze Familien und inspiriert andere Mädchen, ihren eigenen Weg zu gehen.
Fotos: greenlamp.ch