Melisse

Melisse

Melisse
Melissa officinalis

Ätherisches Öl Melisse
Suchst du nach einem ätherischen Öl, das vielseitig einsetzbar ist? Dann werden dich die Eigenschaften der Melisse begeistern. Bekannt für ihren angenehmen Zitronenduft und ihre beruhigenden Eigenschaften, ist die Melisse seit Jahrhunderten ein geschätztes Heilkraut. In diesem Artikel erfährst du mehr über die Botanik der Melisse sowie die psychischen und physischen Wirkungen des Melissenöls.

 

Wirkung 

Sanft entspannt

Sanft entspannt

Sei erfrischt

Sei erfrischt

Schlaf schön

Schlaf schön

Duft
frisch, fruchtig, krautig, süsslich
Herkunft
Italien
Hilft bei
Gefühlsschwankungen Traurigkeit, Ärger, Gedankenkarussellfahrten, Angst, Spannungen
Sorgt für
Entspannung, Harmonie, guten Schlaf
Qualität
kontr. biologische Anbau

Zertifizierung
ICEA

Pflanzenteil
Kraut

Gewinnungsart
Wasserdampf-Destillation

Grand Cru
Ja

 

Die europäische Zitronenmelisse ist seit jeher eine bedeutende Heilpflanze für Themen von Verdauungsbeschwerden über Menstruationsschmerzen bis zu Nervosität und Schlafbeschwerden – das im Hausgarten geerntete Kraut kann frisch oder getrocknet für Tees verwendet werden. Das ätherische Öl der Melisse hat einen zitronig-klaren, frischen, hellen Duft. Aufgrund ihres zitronenartigen Geruchs wird sie oft „Zitronenmelisse“ genannt – mit ihrem ätherischen Öl geizt die Pflanze jedoch sehr. Da es sehr flüchtig ist, werden für die Gewinnung von einem Liter des wertvollen ätherischen Öls der Melisse bis zu acht Tonnen Blätter benötigt. Da sie in hohen Dosen hautreizend sein kann, empfiehlt sich ohnehin wie üblich eine vernünftige Verdünnung. 

Botanik
Die Melisse, botanisch *Melissa officinalis*, gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum stammend, hat sie sich mittlerweile in vielen Teilen der Welt verbreitet. Die Pflanze erreicht eine Höhe von bis zu 90 cm und zeichnet sich durch ihre eiförmigen, gesägten Blätter aus, die bei Berührung ihren zitronigen Duft verströmen. Die Bezeichnung „Melisse“ leitet sich etymologisch vom griechischen Wort für Honigbiene (Melitta) ab, da die Pflanze eine gute Bienenweide ist und gerne vor Bienenhäusern angepflanzt wurde. Zudem wurden die Bienenstöcke mit dem Pflanzensaft der Melisse behandelt, da dessen antiseptische Wirkung der Ausbreitung von Krankheiten entgegenwirken sollte.

Melissenöl in der Aromatherapie

Die psychische Wirkung von Melissenöl
In der Aromatherapie wird das ätherische Öl der Melisse bei Angstzuständen, Nervosität, Schlafstörungen eingesetzt. Es wird in der Fachliteratur als seelisch ausgleichend, belebend bis beruhigend und stimmungsaufhellend beschrieben. 

Die physische Wirkung von Melissenöl
Die Fachliteratur beschreibt das ätherische Öl der Melisse und ihr Hydrolat als antimikrobiell, insbesondere bei Herpes-Viren, und verweist auf seine entzündungshemmenden, schmerzlindernden und beruhigenden Eigenschaften. Melissenöl wird auch bei Magen-Darm-Beschwerden und aufgrund seiner krampflösenden Eigenschaften bei Menstruationsbeschwerden, nervösen Verdauungs- und Herzbeschwerden eingesetzt. Dabei stets die Verdünnungstabelle beachten (0,5-1%).

Quelle: Lernkarten für Aromatherapie- und Aromapflege-Praxis, Krautverlag 2024, 
Praxis Aromatherapie, Hauck Verlag 2020

Besonderes
Für die Gewinnung von 1 Liter des wertvollen ätherischen Öls der Melisse werden bis zu 8 Tonnen Zitronenmelisse-Blätter benötigt.

Anwendungstipp
V.a. über die Nase